Alles Böse: Die Flucht eines inhaftierten Mörders
Der Fall klingt wie aus einem Film: Ein eigentlich in der JVA Bruchsal inhaftierter Mörder flieht – und bleibt neun Monate lang verschwunden. Wie kann das passieren?
Der Flüchtige wählt für sein Vorhaben den Stollachsee bei Germersheim. Dort geht er unter Aufsicht von zwei Justizvollzugsbeamten mit seiner Frau und den beiden gemeinsamen Kindern spazieren. Eine sogenannte Ausführung, die Inhaftierten zusteht, um sie bei der Resozialisierung zu unterstützen.
Doch der Häftling plant nicht, wieder in seine Zelle in der JVA Bruchsal zurückzukehren. Stattdessen wagt er die Flucht nach vorne – trotz Fußfessel und Überwachung. Hat ein vorheriger Besuch im Baumarkt etwas damit zu tun?
Die Bürgerinnen und Bürger von Germersheim erfahren erst über 24 Stunden später, wer da eigentlich geflohen ist. Die Fahndung wird zeitgleich wohl durch Bundesländergrenzen und verschiedene Zuständigkeiten verkompliziert. Der verurteilte Mörder entkommt indes und verlässt das Land.
In einer neuen Folge Alles Böse erzählt die Germersheimer Redaktionsleiterin Nicole Tauer von einem Fall, der im Laufe der Zeit immer neue Fallstricke aufzeigt und damals wie heute viele Fragen aufwirft. Gemeinsam mit den Hosts Uwe Renners und Victoria Fuchs rekonstruiert sie die Flucht des verurteilten Mörders und erzählt, wie sie überhaupt gelingen konnte.